Impressum

PRINCES OF THE UNIVERSE wurde entwickelt von Günter Rensch. Das
Copyright für die Originalversion liegt bei Günter Rensch, für die Folgeversion
bei der PRINCES-Spielergemeinschaft, repräsentiert von dem/den aktuellen
Spielleiter/n/in/innen.
Regelversionen:
1 und 2  Günter Rensch
3 Alexander Fuhry
4 Hans Michael Bensching und Stefan Garnatz
5 Thomas Dreger
Zum Spiel gehört auch ein Mitteilungsblatt für die Spieler.
Anfragen betr. PRINCES sind an Thomas Dreger zu richten.
Die Vervielfältigung der Regel zum Eigengebrauch ist gestattet.
Wer PRINCES selbst nichtkommerziell anbieten möchte, kann dies
entweder im Rahmen unserer Spielergemeinschaft oder nach Einholen einer
entsprechenden Genehmigung tun. Wir bitten um Verständnis, aber es handelt
sich bei PRINCES um ein Projekt zum reinen Privatgebrauch.
                                              
                                                                                    Berlin, im Januar 2017

Historie

23.Jahrhundert, Beginn des interstellaren Raumfluges
Gründung des terranischen Imperiums (auch  I Imperium genannt). Schnelle Expansion des selbigen und Begegnung mit den echsenartigen Nyarlanthotep (von den Menschen kurz Nyas genannt).
Schnell kam es zu Auseinandersetzungen, die zu einem Krieg führten. Dieser Krieg wurde von
den Nyarlanthotep durch eine Verzweiflungstat beendet: dem Einsatz des Hyperraum-Destruktors,
der die Hyperraum-Routen destabilisierte und somit unpassierbar machte.
Der Interstellare Verkehr kommt zum Erliegen.
In den folgenden Jahren begannen einige wenige Routen sich wieder zu restaurieren.
Das I Imperium zerfiel aufgrund der fehlenden Fernflugmöglichkeiten.
Dieser Zustand hielt fast 500 Jahre an.
In dieser Zeit (in den Geschichtsbüchern auch „Die große Isolation“ genannt) entwickelten
sich die imperialen Kolonien eigenständig weiter.
Nahe des Outback trafen in dieser Zeit Menschen auf eine Insektenrasse, die über ein nicht auf Hyperraum-Routen angewiesenes Überlichttriebwerk verfügte.
Aufgrund der Erfahrung mit den Nyarlanthotep fackelten die ehemaligen Kolonien nicht lange
und vernichteten die fremden Kundschafter.
Einige Jahre nach diesem Ereignis entdeckten Forscher von Sheega ein Artefakt der Alten.
Der sogenannte frei vektorierbare Hypersprungantrieb war gefunden.
Sheega stellte diesen Antrieb allen, die ihn fürstlich bezahlen konnten, zur Verfügung.
Aus der Kombination Sol (am besten bevölkerter und ausgebauter Besitz der Menschheit),
einem noch immer existierendem Rumpfimperium, dessen Imperator Robert III Tuborg und
dem neuen Hyperantrieb ergab sich die Gründung des II Solaren Imperiums und zahlreicher
(teilweise zumindest von einer Seite ungewollter) Flugverkehr zwischen Sol und den
ehemaligen Kolonien.
Es gab Widerstand gegen Sols Bestrebungen. Um keinen neuerlichen Krieg, und in diesem Falle
sogar einen Bürgerkrieg herbeizuführen, einigten sich die Beteiligten auf eine imperiale Konstruktion mit weitgehenden Selbstverwaltungsrechten: eine Ratsversammlung, in welcher
auch die Teilreichsherrscher einen gewissen Einfluss auf die Geschehnisse im Imperium
hatten. Mit dem II Solaren Imperium begann auch eine neue Zeitrechnung, beginnend mit
dem Jahr 1 des II Solaren Imperiums.
Einige Jahrzehnte später, im hohen Alter des  kinderlosen Imperators, begann es in der Beziehung zwischen Sol und den Teilreichen ernsthaft zu kriseln. Da der altersbedingt kränkliche Imperator seinen Pflichten nicht mehr nachkommen konnte, wurde als Stellvertreter der Gouverneur von Terra bestellt.
Im Nachhinein eine schlechte Wahl. Der Gouverneur namens Al´Fatal machte seinem Namen
alle Ehre. Er betrachtete sich als Nachfolger des Imperators und versuchte, eventuelle Thronfolgeberechtigte aus dem Weg zu räumen. Schließlich erlag der Imperator seinen Gebrechen,
und Al`Fatal erklärte sich zum Nachfolger. Das führte zur großen Krise, in deren Verlauf Al`Fatal
gegen alle in und außerhalb von Sol, die diesem Anspruch widersprachen,  mit allen Mitteln vorging.
Es kam zur Rebellion, in deren Verlauf sich die Teilreiche von Sol und dem Usurpator gegenseitig den Kampf ansagten. Dies führte zu Kampfhandlungen, die sich schließlich ins Sol-System
verlagerten, wo es zur Entscheidungsschlacht im Asteroidengürtel kam. Die Entscheidung
stand auf Messers Schneide, als die Verteidiger Sols in einem letzten Gegenschlag direkt
im Gürtel die Rebellen unter schwersten Verlusten vernichteten. Trotz dieses Erfolges
herrschte nunmehr ein Patt, und die Rebellion, angeführt von Wega, erklärte den Boykott des
Sol-Systems. Nach und nach schlossen sich die Menschheitsreiche dem an. Sol war abgeschnitten.
Nur noch die Freetrader flogen das System an.
Während die Rebellion, jetzt allerdings mit anderen Mitteln, an der „Befreiung“ Sols arbeitete,
arbeitete Al`Fatal daran, seine Position zu festigen.
Doch es kommt oft anders als gedacht. In 52/10, quasi übernacht, hatte eine bis dato unbekannte
Person Al`Fatal abgesetzt (dabei fand der Usurpator den Tod) und Fatals Getreuen ausgeschaltet.
Dieser Mann verkündete eine zeitlich begrenzte Regentschaft, in deren Verlauf er ausgleichend bei
den verschiedenen Volksfraktionen Sols wirken wolle (beginnend mit der Verleihung des
Heimatweltstatus für die Venus): die Schaffung eines demokratischen politischen Systems, die
Vorbereitung freier Wahlen, die Annäherung an die übrige Menschheit (denn Sol hätte als Wiege
der Menschheit auch Verantwortung) und die Beendigung des Boykotts gegen Sol.
Alles sehr ehrgeizig, und niemand glaubte wirklich daran, andererseits weinte kaum jemand Al`Fatal eine Träne nach.
51/11 Eine Säuberungswelle rollt durch das Sol-System, Hypernachrichten und Sondergesandte
beginnen in allen bekannten Teilen der Galaxis ihre Arbeit. Mehrere Angehörige von Militär
und Geheimdienst revoltieren. Verhaftungen und Hochverratsanklagen folgen. Eine Reihe
Hinrichtungen werden angeordnet. Regent Thomas Dreise gründet die Solare Föderation
und erklärt, daß diese NICHT der Rechtsnachfolger des Imperiums ist.
51/12 Hellas schließt sich der Föderation an, Secret Place ebenfalls in der Fortführung seines
Status als Mitglied des Sol-Imperiums. Insekten treten mit Sol in Friedensverhandlungen.
Wega nimmt Friedensverhandlungen auf. Eisanath erklärt Sol die Freundschaft und
überlässt Sol unbesiedelte Planeten im Eugaul System. Ein halbes Dutzend Handelsverträge werden
geschlossen.
52/1 Venus wird Heimatwelt. Wega beendet den Boykott gegen Sol, erkennt die Solare Föderation an und gründet das III Solare Imperium in der Rechtsnachfolge des II Solaren Imperiums.
Sol erkennt Wega als III Solare Imperium an. Freifahrer heben ebenfalls den Boykott auf.
Friedensvertrag mit Insekten.
52/2 In Sol wird das neue politische System eingeführt.Die Gründung politischer Parteien wird
gefördert. Für das Jahr 53 werden die ersten freien Wahlen angesetzt. Dreise nimmt an der
Sitzung des Exekutivrates des II Solaren Imperiums teil, da NEWTON die neuen Gegebenheiten
ignoriert und auf Sols und Wegas Stimmwahrnehmung besteht.
Bei der Wahl wird ein Imperator gewählt, der das Imperium auflösen und den neuen Gegebenheiten
Rechnung tragen soll.
Der neue Imperator verweigert jedoch die Auflösung. Sol,Wega und die Teilreiche drohen
gemeinschaftlich mit Krieg gegen die Auflösung ihrer Souveränität .
Der Imperator lenkt ein und macht Vorschläge, die durchaus auf Interesse stoßen. Ein
Verhandlungsmarathon beginnt. An dessen Ende steht die Auflösung des II Solaren
Imperiums, die Gründung der Menschheits- Allianz und eines dazugehörigen Rates unter                   
der Führung des Hegemon. Anschließend gibt es eine Ratssitzung des neuen Rates, zu
dem offensichtlich vom jetzigen Imperator schon vorab geladen wurde. Dort wird eine
Erklärung verlesen:

Deklaration der Nyarlanthotep, Insekten und Yori
anlässlich der Sitzung des Exekutivrates, 52.02

Auf dem Planeten Ys entwickelte sich ein methanatmendes intelligentes Volk. Diese Amaar Yorin kolonialisierten das Universum.
Vor ca. 90.000 Jahren stießen sie auf einen Feind. Dieser Feind namens Aiis-Seek, oder Isaak, überzog die Amaar Yorin erbarmungslos mit Krieg. Die Amaar Yorin erzeugten mittels genetischer Manipulationen eine Rasse von Kriegern, die gegen die Silberkrieger Aiis-Seeks kämpfte. Diese genetisch manipulierten Krieger waren die WoorAn, das erste Kriegsvolk, von dem die heutigen Methanatmer abstammen. Ihr Kampf gegen die Silbernen zog sich über ungefähr 20.000 Jahre.
Als die WoorAn immer mehr Niederlagen einstecken mussten, erschufen die Amaar Yorin eine zweite, leistungsfähigere Kriegerrasse, die genau wie die Silberkrieger Sauerstoffwelten bevorzugten. Dies waren die WoorTu, das zweite Kriegsvolk. Von diesen stammen die heutigen Nyarlanthotep ab. Doch auch sie zeigten sich in 20 Jahrtausenden von Kämpfen den Silberkriegern nicht gewachsen. Denn auch wenn die Silberkrieger technisch nicht überlegen waren, so war doch jeder Sieg gegen sie gleichzeitig eine Niederlage, da Aiis-Seek anscheinend über unerschöpfliche Reserven verfügte, während die WoorTu ihre Verluste nur langsam wieder ergänzen konnten.
Als die Niederlage der WoorTu unausweichlich schien, erschufen die Amaar Yorin die Woor Srii, das dritte Kriegsvolk, von dem die heutigen Insekten abstammen. Doch auch sie konnten Aiis-Seek letztendlich nicht besiegen. Allerdings scheint Aiis-Seek seit den Kämpfen gegen die Woor Srii nicht mehr aktiv gewesen zu sein.
Nach allen Informationen, die uns von unseren Vorfahren überliefert sind, hat Aiis-Seek in all seinen Kriegen auch Menschen benutzt, so wie die Amaar Yorin die WoorAn, WoorTu und Woor Srii benutzt hat.
Gegen Ende des Kampfes der Woor Srii gegen Aiis-Seek war den Amaar Yorin klargeworden, dass Aiis-Seek nur besiegt werden kann, wenn sein Herz zerstört wird. Dies sollte mit Hilfe eines riesigen Pentadimquarzes geschehen. Anscheinend kann durch Opferung dieses Quarzes das ominöse Herz Aiis-Seeks vernichtet werden. Wie dies genau zu bewerkstelligen ist, bzw. wo dieses Herz zu finden sein soll ist allerdings unklar. Die NanGoLan-Gruppe wurde von den Amaar Yorin mitsamt dem Quarz ausgesandt, um Aiis-Seeks Herz zu vernichten. Offensichtlich schlug diese Expedition fehl. Zur Zeit befindet sich der Quarz in den Händen der Yori.
Nun hat sich Aiis-Seek wieder gemeldet und die Menschen mögen vielleicht denken, dass ihnen von ihm keine Gefahr droht. Doch überall, wo jetzt noch, oder schon wieder, Silberkrieger anzutreffen sind, bekämpfen sie die Menschen genauso unerbittlich wie die Nicht-Menschen.
Die Nachfahren der drei Kriegsvölker sind bereit, mit den Menschen gegen die Bedrohung Aiis-Seeks zusammenzuarbeiten, allerdings nur, wenn die Menschheit geschlossen mit einer Stimme sprechen kann und sich als verlässlicher Partner erweist.

Da es auch unter den Menschenreichen einige dem zustimmende Informationen gibt, kommt man überein, den Vier-Arten-Pakt zu schließen.
Alle übrigen Planungen werden zurück gestellt, aufgrund der vorliegenden Beweise ist deutlich, daß man höchstens noch ein Jahr hat, bis der Feind zuschlägt.
So ist die Allianz kaum geschmiedet, da erfährt sie auch schon ihre Feuertaufe. Der Hegemon ruft die Mobilmachung der Menschheit aus.
Das folgende Jahr bedeutet besonders für Sol und Wega eine Herausforderung. Diese beiden Reiche
verfügen über die meisten und größten Werften und Fabriken unter den Menschenreichen.
Und tatsächlich: der Feind kam pünktlich und aus vier Richtungen. Irritierenderweise begann er
sofort, sich aufzugliedern; es schien fast so als hätte er schon längst entschieden, wo und wie
er angreifen wolle. So war es fast problemlos, den ersten Angriff abzuwehren. Ein Test, wie der
Hegemon meinte. Und er hatte recht, denn der wahre Angriff erfolgte danach.
20 Jahre dauerte der Krieg, und die Streitkräfte des Vier-Arten-Paktes mussten sich schließlich auf acht Hauptsysteme zurückziehen, in denen die Endschlachten tobten. Dort wurde man dann auch
des Feindes Herzen ansichtig. Es hatte sich ebenfalls in acht Teile gespalten und griff mit
ihnen diese Systeme an.
Es war eine grausame Prüfung. Und auch der Sieg der Verteidiger war kein großer Grund zur Freude, denn er war bitter bezahlt.
Und man war noch nicht fertig. Mit den wenigen verbliebenen Kräften musste man den Feind noch von den Orten vertreiben, an denen er sich festgesetzt hatte.
Am Ende der 20 Jahre gab es keinen besiedelten Planeten, der nicht verwüstet war. Der Feind hatte
wahrlich alles eingesetzt. Er hatte Planeten verstrahlt,verseucht, angeformt, vergiftet, zerbombt, zerstrahlt, er hatte jedes nur erdenkliche Vernichtungsmittel eingesetzt.
Die Galaxis der vier Arten war in die Steinzeit zurückgeworfen worden.
Die Menschheitsreiche mussten feststellen, daß davon abgesehen auch ihre alte soziale Struktur nicht hilfreich war. Die Ungleichheit zwischen Mann und Frau hatte dazu geführt, daß die Kämpfer hauptsächlich aus Männern rekrutiert waren. Was bedeutete, daß es mehr Frauen als Männer gab. Im Extrem teilweise bis zum Verhältnis von 1:10. All dies ließ den Pakt zusammentreten,  und man vereinbarte den "Großen Verzicht“: ein Zeitraum von 30 Jahren, in welchem keines der Paktmitglieder Raumschiffe bauen durfte.
- der interstellare Handelsverkehr wurde den Freetradern übertragen, da diese aus dem Grund, daß ihre Schiffe völlig unbewaffnet waren, an den Kämpfen nicht teilgenommen hatten.
- die letzten verfügbaren Kriegsschiffe wurden dem Hegemon unterstellt, um die Paktmitglieder zu verteidigen.
- alle Ressourcen waren für den Wiederaufbau einzusetzen.
- sobald Werften aufgebaut waren, durften diese nur verwendet werden, um Boote (wie Fighter und Shuttles) und private Systemfrachter zu produzieren. Ferner durften Freetrader und Hegemon-Verteidigungsschiffe repariert bzw. instandgehalten werden.
- das Auslaufen der Vereinbarung wird vom Hegemon ausgerufen.
- bei Auslaufen der Vereinbarung werden die Kriegsschiffe der Verteidigungsflotte entwaffnet und den  herausragendsten Freetradern geschenkt.
- der Hegemon erhebt drei Herrscher in den Adelsstand und ernennt sie zum neuen Exekutivrat, dessen  Aufgabe es ist, die Interessen der Paktmitglieder gegenüber dem Hegemon zu vertreten, die  interstellare Zusammenarbeit soweit möglich zu koordinieren und eine funktionierende Hegemonie-Verwaltung aufzubauen:  Lord Dreise von Sol für Finanzen und Wirtschaft, Lord Drake von Wega für Diplomatie und Informationsgewinnung und Lady Hellia von Warstein für Militärangelegenheiten und Ordnungskräfte.


Eine schwere Zeit begann, in der die Lebensfähigkeit der Planeten wiederhergestellt wurde, den Bevölkerungen ausreichend Obdach und Lebensressourcen geschaffen, die Infrastrukturen wiederhergestellt wurden und von Grund auf eine Re-Industrialisierung erfolgte.

Und jetzt endlich rückt der Augenblick näher, zu dem die Vereinbarung ausläuft..........